Die Bildrealitäten sind Ausschnitte, festgehalten mit dem Kameraobjektiv, das Objektivität suggeriert. Lebensausschnitte eines Beutezugs, den die Photographie stets unterstützte. Deren Ästhetik nehmen Biefer/Zgraggen auf. Aus Hunderten von alten Bildern haben sie Stereotype inszeniert. Doch die Szenerie macht stutzig. Den Betrachter beschleicht ein leichtes Unbehagen bei den als Skistöchen verwendeten Speeren, bei den als Penisschutz, später als Sammelbüchse benutzten Blechbüchsen, bei den mit Turnhosen in die moderne Kultur initiierten Primitiven und spätestens bei dem grossen weissen Forscher/Photojournalisten, der die beiden unterwürfigen Wilden patriarchalisch umarmt.
Wer sind die Beuteträger? Die Beuteträger sind wir. Die Kultur, um die es sich handelt, ist unsere eigene (und auch die fremde, die wir ausbeuten). Mit einem ironischen Unterton, mitunter mit einem moralischen Zeigefinger verweisen Biefer/Zgraggen auf uns selbst als Zivilisations-Akteure und als Weltengestalter.
Und was ist die Beute?